17. Januar 2018

Wie entsteht Parodontitis?


In der Mundhöhle gibt es mehr als 600 unterschiedliche Bakterienarten. Nur wenige dieser Bakterien sind für die Mundgesundheit wirklich gefährlich. Die Bakterien bilden einen Biofilm (Zahnbelag / Plaque) auf der Zahnoberfläche bzw. am Zahnfleischrand. Wird dieser Biofilm nicht regelmäßig und gründlich entfernt, dringen die Giftstoffe einiger Bakterienarten in das Zahnfleischgewebe ein. Dies führt dazu, dass die körpereigene Abwehr (das Immunsystem) auf diesen bakteriellen Angriff mit einer Entzündung reagiert.

Das frühe Stadium einer durch Plaque ausgelösten oberflächlichen Entzündung des Zahnfleisches wird als Gingivitis bezeichnet. Ein typisches Anzeichen wäre eine Rötung des Zahnfleisches. Im weiteren Verlauf würde eine sichtbare Schwellung und eine rasche Blutungsneigung beim Zähneputzen entstehen.
Dringt die Entzündung in den Bereich des Kieferknochens vor und zerstört dabei die Fasern, die den Zahn fest im Knochen verankern, spricht man von einer Parodontitis. In der Folge entstehen Zahnfleischtaschen, die für die Bakterien eine ideale Wachstumsnische darstellen.
Es gibt eine ganze Reihe von Risikofaktoren, die die Wirksamkeit der natürlichen Schutzmechanismen beeinträchtigen und damit das Risiko für die Entstehung einer Parodontitis erhöhen können: unzureichende Mundhygiene, Rauchen, ein unbehandelter Diabetes mellitus, psychsozialer Stress, Übergewicht bzw. Fehl- und Mangelernährung sowie eine Reihe vererbter Funktionsstörungen des Immunsystems; aber auch hormonelle Veränderungen (Pubertät, Mensturationszyklus, Schwangerschaft oder die Wechseljahre.
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